VERICUT – der Simulations-Trumpf bei Trumpf

Die TRUMPF Maschinen Austria GesmbH & Co KG ist eine von über 50 Tochtergesellschaften und Niederlassungen der deutschen TRUMPF Gruppe. Als Kompetenzzentrum für Biegetechnologie der TRUMPF Gruppe produziert TRUMPF Maschinen Austria im oberösterreichischen Pasching die TruBend Abkantpressen, die TruBend Cell Biegezellen sowie lasergehärtete Abkantwerkzeuge.

Der Name TRUMPF bürgt für Qualität. Die Basis dafür ist eine hochqualitative Fertigung. Und so wurde schon vor mehr als zehn Jahren die Entscheidung gefällt, mit der Unterstützung von TECHSOFT, das Simulationssystem VERICUT in der mechanischen Fertigung einzuführen. Da es damals noch keine Möglichkeit zu einer CAM-Maschinensimulation bei TRUMPF gab, bildete VERICUT die perfekte Lösung, um das komplette Maschinenumfeld zu simulieren.

Millimetergenaue Simulation

Als solide Basis sämtlicher Maschinen und Anlagen, die im Hause TRUMPF gefertigt werden, fungieren komplexe Schweißkonstruktionen. Deren Bearbeitung erfolgt oftmals unter extrem beengten Platzverhältnissen, was eine Riesenherausforderung für die Planung und Programmierung des gesamten Fertigungsprozesses darstellt. In großen Bearbeitungszentren, wie jenen von Waldrich Coburg, kommen je nach Bearbeitungssituation unterschiedliche Fräsaggregate zum Einsatz, um die jeweiligen Anforderungen perfekt zu erfüllen. Dabei kann es speziell bei Bearbeitungen im Inneren der Schweißkonstruktion sehr eng zugehen. Teilweise liegen die Grenzen, die über das Funktionieren oder Nicht-Funktionieren einer Bearbeitung entscheiden, innerhalb weniger Millimeter. Für den Maschinenbediener ist dies alles aber aufgrund der Größe bzw. Komplexität von Maschine und Teilen nur schwer kontrollierbar. Ihm bringt die Simulation mit VERICUT ein großes Plus an Sicherheit. Das Einfahren neuer Programme wird erheblich beschleunigt und erleichtert, da er sich bereits vorab von der Korrektheit der gewählten Einstellungen überzeugen kann. Dasselbe gilt für den Programmierer.

2008 wurde bei TRUMPF auf das CAM-System TopSolid umgestellt. Somit steht den Oberösterreichern seit damals ein Programmierwerkzeug zur Verfügung, das nicht nur weitreichendere Möglichkeiten zur Steuerung der Maschine bietet, sondern auch verschiedene Simulationstools. Für die erfolgreiche Endkontrolle eines Programms gilt dennoch nach wie vor VERICUT als erste Wahl. Denn gerade bei derartig komplexen Bearbeitungszentren werden zahlreiche Funktionen über den Postprozessor abgedeckt. Gewisse Unterprogramme werden zwar offline erstellt und getestet, um die Maschine nicht zu blockieren, deren Simulation erfolgt aber ebenfalls in VERICUT. Nur so lässt sich mit absoluter Sicherheit beurteilen, ob das Ergebnis am Ende wirklich passt.

VERICUT blickt in die Zukunft

Derzeit steht bei TRUMPF die Anschaffung eines neuen Bearbeitungszentrums bevor. Die ersten Programme dafür sollen bereits Monate vor dessen Fertigstellung programmiert werden. Dabei fällt VERICUT wiederum eine bedeutende Rolle zu. Das Simulationssystem wird dabei helfen, diese Programme bereits in der virtuellen Maschine zu analysieren und zu optimieren.